Wirtschaftsnetz

Vom Dorf zur Kleinstadt – Eine Stadt wächst mit dem Mittellandkanal

Durch den Bau des Mittellandkanal wurden und werden damals wie heute Städte und Industriestandorte überregional miteinander verbunden. In diesen Makrokosmos wirtschaftlicher Verbindungen wird es verschiedensten Wirtschaftszweigen ermöglicht, sich national über eine große Entfernung effizient zu vernetzen. Somit bedingt der Kanal damals wie heute das wirtschaftliche Wachstum ganzer Regionen.

Aber auch einzelne, lokalspezifische Wirtschaftszweige und Konzerne profitierten über das letzte Jahrhundert hinweg vom Bau des Mittellandkanals. Im Folgenden soll exemplarisch der Ortskreis Sehnde näher betrachtet werden, um beispielhaft aufzuzeigen, wie wirtschaftliches Wachstum regional an den Ausbau des Kanals geknüpft werden kann.

Bei den Gemeinden im Ortskreis Sehnde handelt es sich zu Baubeginn des Kanals zu Beginn des 20. Jahrhunderts – wie in gewisser Weise auch heute noch – um eine ländlich geprägte Region, die nachweislich von dem Aufbau regionaler und überregionaler Strukturen seit dem und durch den Bau des Mittellandkanals profitieren konnte.

Es ist festzustellen, dass diese Entwicklung nicht nur auf einen Industriezweig beschränkt ist, sondern sich in Auswirkungen auf verschiedenste Bereiche des beruflichen wie privaten Lebens der ortsansässigen Bevölkerung zeigt, und außerdem bspw. in dem Aufkommen bzw. den Ausbau der Naherholungsmöglichkeiten festzustellen sind.

Im Folgenden sollen somit beispielhaft verschiedene Wirtschafts- und Industriezweige wie auch Lebensbereiche aufgezeigt werden, die nachhaltig vom Bau des Mittellands geprägt wurden oder damals wie heute Nutzen aus dem Kanal ziehen.

Autorin: Jana Lange

Info: Lagebeschreibung Sehnde

Zwischen der Landeshauptstadt Hannover sowie Hildesheim und Peine gelegen im Südosten der Region Hannover gelegen ist die Kleinstadt Sehnde mit ihren ca. 24.500 Einwohnern verteilt auf verschiedene Ortsteile nach wie vor recht ländlich geprägt, wenn auch durch Straßen wie Eisenbahnverbindungen gut angebunden.

Damals wie heute direkt am Kanal gelegen befindet sich Sehnde aus Sicht der Binnenschiffer an der Kreuzung des Kanals mit dem Stichkanal nach Hildesheim. Hier haben die Schiffer die Möglichkeit auf ihrem Weg von West nach Ost (und umgekehrt) an den Anlegern eine Ruhepause einzulegen.

Von Sehnde aus nach Hannover befindet sich die „Hindenburgschleuse“ in Anderten, über die ganze XXXX Meter Höhenunterschied überbrückt werden können. In Richtung Hildesheim über den Stichkanal haben Binnenschiffer die Schleuse in Bolzum zu durchlaufen.

Abbildung 1 : Schleuse Bolzum, August 2021

Abbildungsverzeichnis

  1. Lange; eigene Aufnahme